Tommy Kies, Glasmuseum„Als Glasbläser bewundere ich vor allem die technische Umsetzung und die raffinierte Idee des Verdrehens zum Zickzackmuster“, erklärt Tommy Kies zu seinem Lieblingsstück. Bei der Kugelvase des Wertheimer GlasbläsersReiner Herzog handelt es sich um eine Lampenglas-Montage. Dunkles Grün, leuchtendes Orange und klare, feine schwarze Linien fügen sich zu einem geschwungenen Muster. Ein handwerkliches Meisterstück: jede Glasfarbe dehnt sich beim Erhitzen unterschiedlich aus. Um die Glasfarben aneinander zu „montieren“, also miteinander zu verschmelzen, muss der Glasbläser die unterschiedlichen Temperaturgrenzen genau abschätzen. Falls nicht, besteht die Gefahr, dass alle Farben ineinanderlaufen. Also: Je klarer die Farbränder, je feiner die schwarzen Konturlinien, desto perfekter ist das handwerkliche Können. Entstanden ist das Wertheimer Ausstellungsstück im Jahr 1991.

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